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Wasser in der Vor- und Frühgeschichte

Wasser in der Vor-und Frühgeschichte
für Münchinger Bewohner


Erste Besiedlung im Strohgäu:
Umfangreiche Ausgrabungen in Gerlingen haben bestätigt, dass das Strohgäu ca. 5 500 Jahre v. Chr. dauerhaft besiedelt worden ist. Dazu war es notwendig, winterharte Gebäude zu erstellen. Reichlich Holz war in den Wäldern vorhanden. Auf einer neuen Kulturstufe hatte man gelernt, Getreide zu säen und zu ernten, sowie Vieh zu domestizieren. Das Klima war etwas wärmer als heute.


Ohne Wasser kein Leben: Die Lebensgrundlage bildeten die fruchtbaren Böden im Strohgäu. Genau so wichtig war die Versorgung mit gutem Trinkwasser. An verschiedenen Beispielen lässt sich die für Menschen notwendige Verbindung „Siedlung mit Quelle oder Bach“ in Münchingen verdeutlichen: So lag in den Fluren Benzen und Rot (nördlich Hemminger Straße) ein großes Siedlungsgebiet, das von der Bandkeramik bis in die Mittlere Jungsteinzeit (ca. 5 500 – 4 500 v. Chr.) mehrmals besiedelt worden ist. Das Wasser für die Siedler lieferte die Quelle an der Hemminger Straße. Eine Siedlung der Bronzezeit (2 300–1 250 v. Chr.) im Bereich der jetzigen A 81 wird vermutlich von der Quelle in der Flur Birkach (südlich Birkemer Weg) mit Wasser versorgt worden sein. Aus der Urnenfelderkultur (1 250–750 v.Chr.) kennen wir Siedlungen aus der Flur Lingwiesen und Kornwestheimer Straße. In beiden Fällen kommt nur der Räuschelbach als Wasserlieferant in Frage. Von diesem haben auch die Bewohner der hallstattzeitlichen Siedlungen (750–450 v.Chr.) am Esslinger Weg ihr Wasser bezogen, sowie die latenezeitlichen Siedler (450-50 v. Chr.) in den Lingwiesen.


Der Autor Werner Schmidt war viele Jahre Archäologe beim RP Stuttgart. Er war Mitglied im Heimatverein und hat uns dankenswerterweise viele Einblicke in die Historie gewährt.

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Veröffentlichung

Di, 17. Februar 2026

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